Asperger in Bremen


BenX – ein bemerkenswerter Film
Mai 21, 2008, 6:15
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Ben ist ein Asperger Autist und wird Zeit seines Lebens von seinen Mitschülern gemobbt. Ben verhält sich untypisch, sieht die Welt aus anderen Augen und lebt sein soziales Leben vor allem durch das MMORG (Massive Multiplayer Online Role Game), in dem er ein Held ist, aus.

Ben hat ein teilweise apokalyptische Kindheit hinter sich, mit Terminen bei Ärzten, Psychologen, Lehrern und anderen „Gegenmenschen“, die nur sein Bestes wollen.

Als es zu schlimm wird beschließt er sich umzubringen. 

Der Film (http://www.benx.be)  lebt von einer Bildsprache, die die Menüs und die dreidimensionale Welt des Spiels „Archlord“ und die bewegten Bilder miteinander verbindet. So wurde viele echte Szenen mit den Fanatsyfiguren des Spieles nachempfunden – eine Parallelwelt entsteht, die sich zu einem Meisterwerk zusammen fügt. Der Film ist für alle, die Asperger nicht kennen ein spannender Kinofilm, der voller Feingefühl, besondernen Dialogen und Offtexten nur so sprüht und für mich einer der besten Filme seit langem.

Für Menschen die sich mit dem Thema Asperger beschäftigen ist der Film eine emotionale Achterbahnfahrt mit ungewissem Ende. Er sollte zur Pflicht für alle „Systemmenschen“, wie Lehrer, Jugendhelfer, Ärzte usw. werden, weil man eindrucksvoll und in kurzer Zeit einen emotionalen Zugang zur Situation eines Aspergers bekommen kann.

Wer bis jetzt keinen Zugang zur Welt der Online-Fantasy-Spiele hatte, wird ihn durch diesen Film bekommen. Es sind schöne Szenen geworden, die im Spiel gefilmt wurden. Die virtuelle Parallelwelt als Lösung für Menschen, die mit der unübersichtlichen Unmenschlichkeit nicht klar kommen? Ja, in Maßen kann es funktionieren.

Der Film ist gut – seht ihn Euch an.