Asperger in Bremen


Danke
März 16, 2009, 3:56 pm
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Es ist viel passiert in den letzten Monaten, so viel, das wir keine Zeit fanden darüber zu berichten.

Unser Sohn ist jetzt 14 Jahre alt und seit nunmehr fast einem Jahr im wesentlichen nicht mehr in die Schule gegangen. Wir haben die Zeit genutzt und alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit er durch eine Fernschule beschult werden kann.

Die kurze Version ist: wir haben es geschafft.

Unser Dank gilt dabei vor allem dem behandelnden Psychologen: Er hat uns und damit unseren Sohn in allen Phasen perfekt unterstützt und uns geholfen, die richtigen Ansprechpartner zu finden. Die Schulbehörde hat sich auch super gekümmert und uns geholfen eine Entscheidung gut vorzubereiten. Schließlich hat die Behörde auch einen Mentor zur Verfügung gestellt, der unseren Sohn wöchentlich unterstützt alleine zu lernen.

Aber auch das immer wieder in der Kritik stehende Jugendamt bzw. Sozialamt hat aus unserer Sicht einen super Job gemacht. Klar, es hat alles viel länger gedauert, als wir jemals gedacht hätten – aber am Ende hat es geklappt und das ist scheinbar nicht selbstverständlich.

Die Flexschule nicht zu vergessen, die uns den einen oder anderen Tipp geben konnten und tatsächlich sehr flexibel reagieren. Unser Sohn bearbeitet genau heute den Einstufungstest.

Daher wollen wir an dieser Stelle ein ganz großes DANKESCHÖN an alle schicken, die uns geholfen haben.



Ein toller Junge,
Oktober 28, 2008, 2:45 pm
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der schon bald 14 Jahre alt ist und inzwischen
größer als seine Mutter….
Der seine Zeit wie die meisten Jungen seines Alters am
liebsten am Rechner verbringt.
Der sich für das Leben, für Politik, Geschichte, Naturwissenschaften
und vieles mehr interessiert.
Ein Junge, der sich einer Sache die ihn interessiert voll widmen kann
Mit dem man stundenlang spazieren gehen kann oder
abends auf dem Balkon über das Leben philosophiert.
Der sich nicht von Äußerlichkeiten beeindrucken lässt,
dem es egal ist, wer welche Klamotten trägt und ob man angesagt ist oder nicht.
Ein Mensch, den ich noch niemals etwas Schlechtes über jemanden 
anderes habe sagen hören.
Er liebt Star Wars, Forest Gump, Ocean 11, usw. und macht es sich gerne mit einer
Pizza und einem Film im Bett gemütlich.
Aber auch ein Junge, der nicht gerne unter anderen ist.
Der am liebsten alleine oder mit seiner Familie ist.
Manchmal kann er nicht in die Schule gehen, weil ihm alles zu laut und 
zu viel wird.
Er traut sich nicht alleine auf die Straße,
weil er nicht weiß, wie er sich dort verhalten müsste.
Jemand, der nicht berührt werden möchte
und auf die Frage wie es ihm geht, nicht antworten kann.
Und, obwohl er in vielen Fachbereichen mehr weiß als andere Gleichaltrige,
braucht er im Alltag oft noch viel Unterstützung.


Eine neue Welt etabliert sich …
Oktober 25, 2008, 10:13 pm
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Nachdem wir viele Gespräche mit der Schule geführt haben, hat man sich entschlossen unseren Sohn aus pädagogischen Gründen trotz einer Fehlzeit von über 6 Monaten zu versetzen. Der Hauptgrund hierfür liegt darin, dass wir die gute Integration in die Klasse nicht gefährden wollten.

Die Lehrer sind relativ schlecht organisiert. Es gibt keine etablierten Prozesse der internen Kommunikation – vor allem keine, die vollständig funktionieren. Vielmehr ist es so, dass trotz aller Bemühungen der Klassenlehrerin, Vertretungslehrer durchaus mal die Klasse fragen: “Was hat der denn jetzt? Ist der immer so?” nachdem unser Sohn die Arme über seinem Kopf verschränkt hat und mit dem Gesicht auf dem Tisch liegt und nicht mehr kann. Solche Situationen kosten dann Tage oder Wochen, die unser Sohn Schwierigkeiten hat, wieder zur Schule zu gehen. Ebenso wie die Geräuschkulisse von über dreizig Schülern.

Im Moment hat die Schule es noch leicht. Im Prinzip ist er von der mündlichen Mitarbeit befreit und es muss akzeptiert werden, dass er nicht immer da sein kann. Es gibt Tage, an denen er es nicht schafft hin zu gehen, an anderen funktioniert es. Aber mehr Integration muss noch nicht bewältigt werden. Auf der Liste stehen noch der Laptop und ggf. auch verkürzte Schulzeiten usw. 

Wir haben uns entschlossen, ihn nicht mehr mit Computerspielzeit oder anderen Dingen zu locken, damit ihm klar ist, dass wir auf seiner Seite sind, wenn er nicht zur Schule KANN. Trotzdem ist es jeden Morgen ein großer Aufwand, der manchmal darin mündet, dass alles klappt und manchmal eben nicht.

Die Finanzierung eines Assistenten ist nun endlich durch, leider jedoch nur 6 Stunden pro Woche, was aus unserer Sicht viel zu wenig ist. Die parallele Therapie ist noch nicht durch – weil es nicht ausreichend Plätze gibt, finanziert wäre sie. Wir werden das jetzt beobachten und vermutlich mehr verlangen, wenn es irgendwie möglich ist.

Die Frage, die wir uns stellen ist vor allem, ob es sinnvoll ist, einen Fachanwalt zu Rate zu ziehen. Manchmal denken wir, es funktioniert ja irgendwie so und warum sollten wir also mehr fordern. Auf der anderen Seite tickt die Uhr und je mehr er jetzt lernen kann, desto besser.

Was Computer angeht sind wir oft sehr zwiespältig: Natürlich sucht unser Sohn die Digitalität. Er spielt gerne Strategiespiele, er will Gameplay, also Aufgaben und Hürden überwinden. Dabei reizen ihn sowohl die Fertigkeiten etwas zu bedienen als auch die Strategien etwas zu erreichen. Doch mit jedem Jahr, das er älter wird, will er mehr spielen. Und obwohl er sich bis heute sowohl daran hält, dass es nur Kaufspiele gibt als auch daran, dass seine Altersfreigabe (er ist fast 14) eingehalten wird, kommen immer Forderungen, nach längeren Spielzeiten und manchmal auch nach Spielen ab 16, die natürlich alle anderen schon spielen dürfen, seit sie 10 sind. Unser Arzt sagt, dass sich Asperger in der Regel nicht für Gewalt interessieren, sondern für die technischen und strategischen Details. Daher rät er, diesen “Segen für die Asperger” eher lockerer zu handhaben. Uns fällt es manchmal schwer, wenn der Junge seit Stunden vor dem Rechner sitzt und wir mit ihm was machen wollen.

Ausflüge, Urlaube oder Familienfeste planen wir nach einem neuen Prinzip. Unser Sohn kann mit, muss es aber nicht mehr. Wenn wir länger weg fahren, besucht er die Großeltern, machen wir nur einen Ausflug, kann er zuhause bleiben und sich im Großen und Ganzen versorgen (Pizza!). Der Vorteil ist, dass wir uns nicht mehr streiten und auch keine Erwartungen mehr an ihn haben. Oft kommt er gerne mit, wenn man mit ihm spielen will: Fussball, Kicker oder einfach mit dem Hund spazieren.

Wir warten im Moment auf den Beginn der begleitenden Therapie.



BenX – ein bemerkenswerter Film
Mai 21, 2008, 6:15 am
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Ben ist ein Asperger Autist und wird Zeit seines Lebens von seinen Mitschülern gemobbt. Ben verhält sich untypisch, sieht die Welt aus anderen Augen und lebt sein soziales Leben vor allem durch das MMORG (Massive Multiplayer Online Role Game), in dem er ein Held ist, aus.

Ben hat ein teilweise apokalyptische Kindheit hinter sich, mit Terminen bei Ärzten, Psychologen, Lehrern und anderen “Gegenmenschen”, die nur sein Bestes wollen.

Als es zu schlimm wird beschließt er sich umzubringen. 

Der Film (http://www.benx.be)  lebt von einer Bildsprache, die die Menüs und die dreidimensionale Welt des Spiels “Archlord” und die bewegten Bilder miteinander verbindet. So wurde viele echte Szenen mit den Fanatsyfiguren des Spieles nachempfunden – eine Parallelwelt entsteht, die sich zu einem Meisterwerk zusammen fügt. Der Film ist für alle, die Asperger nicht kennen ein spannender Kinofilm, der voller Feingefühl, besondernen Dialogen und Offtexten nur so sprüht und für mich einer der besten Filme seit langem.

Für Menschen die sich mit dem Thema Asperger beschäftigen ist der Film eine emotionale Achterbahnfahrt mit ungewissem Ende. Er sollte zur Pflicht für alle “Systemmenschen”, wie Lehrer, Jugendhelfer, Ärzte usw. werden, weil man eindrucksvoll und in kurzer Zeit einen emotionalen Zugang zur Situation eines Aspergers bekommen kann.

Wer bis jetzt keinen Zugang zur Welt der Online-Fantasy-Spiele hatte, wird ihn durch diesen Film bekommen. Es sind schöne Szenen geworden, die im Spiel gefilmt wurden. Die virtuelle Parallelwelt als Lösung für Menschen, die mit der unübersichtlichen Unmenschlichkeit nicht klar kommen? Ja, in Maßen kann es funktionieren.

Der Film ist gut – seht ihn Euch an.



Die aktuelle Schullaufbahn
April 22, 2008, 3:25 pm
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Wir nähern uns langsam, aber stetig, mit vielen Hindernissen und Rückschlägen, zumindest einer Idee wie es mit der Schullaufbahn unseres Sohnes weitergehen KÖNNTE… Ein gescheiterter Versuch war eine Probewoche in einem Internat in Braunschweig.
Das war im Februar. Zu unserer Überraschung hat sich unser Sohn darauf eingelassen!
Trotzdem waren wir bis zur letzten Sekunde angespannt, ob er mit uns überhaupt an dem entscheidendem Tag dorthin fährt. Es klappte, er kam mit und blieb dort. Jedoch bereits am 2. Abend ein Anruf von ihm, dass es ihm dort nicht gut gehen würde. Am 3. Abend musste ich ihn dann abholen. Er hatte den Tag über derart Magenprobleme bekommen, dass er den ganzen Tag im Bett liegen musste. Internat scheint also auch keine gute Idee zu sein!
Also, erst einmal weiterhin Hausunterricht. Das klappt nach wie vor gut, so dass wir kurz, blauäugig wie wir sind, daran dachten, ihn über eine Fernschule (die auch Kinder im Ausland beschult) unterrichten zu lassen.
Das wird aber in Deutschland nicht so gerne gesehen!
Wir kennen inzwischen alle Formen der Beschulung, jede Privatschule im Umkreis von 100 Kilometern,
unter anderem auch alternative Schulformen…
Man fühlt sich die meiste Zeit schon ziemlich alleine gelassen. Wie soll man jemanden in eine Klasse mit 30 Schülern integrieren, dessen Hauptproblem es ist, ungern unter Menschen zu sein.
Zum Teil wird einem von unterschiedlichen Stellen der Eindruck vermittelt, man würde es nicht genug wollen. Man muss sich anhören, dass man sich halt mal bei dem Kind “durchsetzen” müsste, dass man sich nicht “auf der Nase herumtanzen lassen” soll. All diese Leute haben meiner Meinung nach nicht die geringste Ahnung, wovon sie sprechen und wieviel Kraft der tägliche Balance-Akt für den Betroffenen und die Familie kostet!


Eine besondere Familie!
Januar 7, 2008, 6:35 pm
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Ganz zweifellos ist eine Familie in der ein Familienmitglied mit dem Asperger Syndrom lebt – eine ganz besondere Familie.Da kann es passieren, dass man abends im Bett liegt und aus dem Kinderzimmer seinen 12jährigen Sohn laut Goethes Faust sich selbst vorlesen hört, * dass man um 22.00 Uhr “Gute Nacht” sagt, man nachts aufwacht und das Kind immer noch liest (6 Stunden später, ohne zwischendurch auf der Toilette gewesen zu sein :-) ) und man auf Nachfragen erfährt, dass er fast 500 Seiten am Stück gelesen hat, * dass man sich wundert das der Wäschetrockner und Geschirrspüler immer ordnungsgemäß zu jeder Tages- und Nachtzeit (!) nach Beendigung des Spülgangs bereits ausgeschaltet wurde, obwohl man das selbst mit Sicherheit nicht getan hat, * dass man die alte Socken heimlich wegwirft, * dass man bei einem Spaziergang durch Berlin einen umfangreichen drei stündigen Vortrag über die Alten Griechen präsentiert bekommt, * dass man häufig Fragen gestellt bekommt, auf die man selbst nie kommen könnte, wie z.B. ob es einen Zusammenhang gibt, zwischen der Tatsache dass die Richtung “rechts” in der biblischen Geschichte für das Männliche steht und der Tatsache, dass der deutsche Adler nach rechts schaut, * …..und dass man sich als Mutter oftmals ziemlich ungebildet vorkommt :-) )



Das Thema Schule
Januar 7, 2008, 6:09 pm
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Wie ja bereits erwähnt sind wir zur Zeit intensivst bemüht eine Schule bzw. Schulform zu finden, in der sich unser Sohn wohl fühlt. Das gestaltet sich nicht gerade einfach und ich glaube alle die ein Kind mit AS haben, wissen wovon ich rede… Also, haben wir unseren Sohn gestern mit viel Mühe ein Gespräch zum Thema “Schule” abgerungen. Mit festem Zeitrahmen “Wie lange muss ich denn mit euch reden?”, vielen Blicken auf die Uhr und scheinbar größter Anstrengung seinerseits. Als dann Fragen von uns über seine Befindlichkeit kamen, glitt er vom Stuhl und man konnte ihm deutlich anmerken, dass er keine Ahnung hatte, was wir von ihm wollten. Das Reden über Gefühle “wie geht es dir? was willst du? was kannst du? usw.” haben ihn ganz sichtlich überfordert und auch genervt. Also haben wir uns bemüht konkreter zu werden, mit mäßigem Erfolg.Insgesamt haben wir uns aber alle ganz tapfer gehalten, …wenn auch nicht mehr dabei herauskam, als das er gerne auf einem Gymnasium bleiben würde. Für diese Information haben wir fast eine Stunde gebraucht :-) Unser Sohn war sichtlich erleichtert, als diese ganze “Gefühlsduselei” vorbei war und er sich endlich mit einem Buch in seinem Zimmer zurück ziehen konnte. Vereinbart wurde ein weiteres Gespräch am nächsten Wochenende. Ich werde berichten!



Buntschatten und Fledermäuse
Januar 6, 2008, 1:02 pm
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Ich habe in der letzten Woche von Axel Brauns “Buntschatten und Fledermäuse” gelesen und fand seine Sicht als Autist auf “unsere Welt” super spannend. Man hat ein merkwürdiges Gefühl beim Lesen. Auf der einen Seite ist man verwundert und auch ein bisschen befremdet, auf der anderen Seite fühlt man sich ihm sehr nahe. Da stirbt sein Vater und er nimmt dessen Tod scheinbar “gelassen” hin mit dem Hinweis “er ist doch nur umgezogen”, gleichzeitig wird ein so tiefer und sensibler Blick auf unsere Welt und unser Leben geworfen, dass man von der detailverliebten Sprache und den Empfindungen des Jungen völlig in den Bann gezogen wird. Und: irgendwann im Verlauf des Lesens und dem Eintauchen in diese andere Welt erscheinen einen viele seiner Gedanken und Handlungen auch für den Moment einfach logisch. Bisweilen wird man als “Mare”, wie Axel Brauns die vermeintlich normalen Menschen bezeichnet, auf sich selbst geworfen und bestaunt sein Leben aus einer anderen Perspektive.Unter den “maren” unterscheidet der Schriftsteller zwischen den Buntschatten und den Fledermäusen. Die Buntschatten sind die Menschen, die ihm wohlgesonnen sind und durch sein Leben flattern, ihn annehmen und sein lassen. Die Fledermäuse wirken in ihrer “huschigen” Art bedrohlich und man kann nie wissen, ob aus einem Buntschatten nicht, mir nichts dir nichts, eine Fledermaus wird… Als Mutter stellt man sich unweigerlich die Frage “Bin ich ein Buntschatten oder eine Fledermaus?”, und muss mit Erschrecken feststellen, dass man mit Sicherheit zu den Menschen gehört, die sich ganz plötzlich von einem Butschatten in eine Fledermaus verwandeln. Auch wenn das Leben des Axel Brauns mit dem Autismus im Großen und Ganzen relativ unproplematisch verläuft und viele Eltern mit Sicherheit ganz andere Erfahrungen gemacht haben, ist dieses Buch absolut lesenswert. Neben dem Einblick in das Leben eines autistischen Menschen, den man gewinnt, kann man beim Lesen eine wunderbare Sprache genießen und Sätze wie “es gibt Dinge, die Belohnung in sich selbst finden”…!!!



Schule
Januar 3, 2008, 11:31 pm
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Wie gesagt sind wir auf der Suche nach eine Schule. Eigentlich suchen wir aber keine Schule, sondern einen Ort an dem unser Sohn “untypisch” lernen kann. Wäre es erlaubt, würden wir auch eine kleine eigene Schulklasse ins Leben rufen, würden helfen eine spezielle Klasse an einer bestehenden Schule zu etablieren, würden Spenden sammeln und einiges andere tun.Wer hat mehr Erfahrung als wir? Wer hat Lust etwas auf die Beine zu stellen? Wie wir gelernt haben, geht es gerade bei diesem Thema um alles: Lärm, die “Geräusche der Fledermäuse”, das Licht, die anderen Schüler – alles hat einen anderen Einfluss auf Lernen. 



Asperger Diagnose bei unserem 12 jährigen Sohn (2007)
Januar 3, 2008, 12:34 pm
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Angefangen hat eigentlich alles schon viel früher. Nur jetzt hat es einen Namen: Asperger Syndrom. Es ist ein Name für eine untypische Sicht auf die Welt, ein Sicht, die sich für Neuronal Typische (NTs) manchmal komisch anhört und auch manchmal komisch anfühlt. Es gibt das Internet und daher auch eine Menge an Informationen. Nicht sehr strukturiert aber immerhin vorhanden.

Wir wohnen in Bremen und suchen Leute, die auch der Meinung sind, dass ein Aspie keine Krankheit hat, sondern eine besondere Sicht auf alles. Wir suchen Leute, die ihren Kindern oder sich selbst ein Umfeld kreieren wollen, dass sie nicht als Krank, sondern *untypisch* sieht. Wir suchen Leute, die nicht versuchen, Aspies zu normalen Menschen zu machen (weil sie das sowieso sind), sondern andere Wege gehen (Trainer, Ärtze und vor allem Lehrer).

Wir sitzen manchmal da und denken: es müsste eine Schule geben in Bremen oder eine Schulklasse, die klein ist, und die speziell für Aspies konzipiert und betrieben wird. Viel Ruhe, viel Struktur, viel Linearität und individuelle Förderung. Wir glaube nicht, dass es wichtig ist, jemanden, der eine andere Wahrnehmung der Welt hat, dazu zu bringen, die typische Wahrnehmung anzunehmen und so zu lernen, wie es alle anderen tun. Wir glauben es ist besser, Aspies zu fördern ohne dabei immer im Hinterkopf “die normale Welt” da draußen und die anstehende “Selbstständigkeit” des Kindes zu haben.

Daher beginnen wir mit diesem Blog, um heraus zu finden, ob es andere in Bremen oder in der Gegend gibt, die Lust haben ohne viel Vereinsmeierei pragmatisch was zu tun.